Die grundlegende Erziehungsphilosophie
Die Erziehungsphilosophie des Seminar Schloss Bogenhofen gründet sich in der Erkenntnis, dass Erziehung mehr als nur Wissensvermittlung ist. Der Mensch wird als "homo educandus" verstanden, der sich unter der erzieherischen Führung von Vertrauenspersonen zu einem in seiner Gesamtheit fähigen und verantwortlichen Menschen entwickeln kann. So umfasst das Erziehungsprogramm eine mit dem christlichen Glauben verbundene Ausbildung, in der Glaube und Wissen eine Einheit bilden. Dabei sollen Schüler und Studenten zur Selbständigkeit im Denken und Handeln erzogen werden, sollen lernen, kritisch zu urteilen sowie eigenverantwortlich und frei zu entscheiden. Diese Selbständigkeit, verbunden mit einer Flexibilität und Offenheit des Geistes für Neues, ist Inhalt und Ziel dieser Erziehung.
Da der ganze Mensch im Blickpunkt steht, umfasst das Programm nicht nur die Ausbildung des Geistes, sondern auch des Körpers: Praktische Arbeit auf dem Schulgelände sowie Sport und Spiel wollen sowohl den Charakter bilden als auch die physische und psychische Gesundheit fördern.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Erziehung zur sozialen Gemeinschaft. Es gilt, die vielfach verloren gegangenen Werte der Zusammengehörigkeit wieder zu entdecken und das Abenteuer Gemeinschaft neu zu erleben. Der junge Mensch soll darum dazu angehalten werden, seine Talente und seine Interessen in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen und damit die eigene soziale Kompetenz zu fördern.
Ein erklärtes Ziel der christlichen Erziehung ist, den Wert eines christlich-biblischen Weltbildes zu vermitteln und eine persönliche Beziehung zu Gott zu ermöglichen. In Bogenhofen sind die Pädagogen darum bemüht. Damit soll der Jugendliche auf ein Leben vorbereitet werden, das einerseits durch den Respekt dem Schöpfer gegenüber gekennzeichnet ist und andererseits der christlichen Dienstbereitschaft für Gott und andere Menschen entspricht.
Die Mitglieder des pädagogischen Teams in Bogenhofen setzen sich dafür ein, dass diese Erziehungsziele in ihrem eigenen Leben und im Leben der ihnen Anvertrauten erreicht werden können. Es handelt sich um folgende konkrete Ziele:
- Schülern und Studenten eine Atmosphäre zu bieten, in der echte und von Freundlichkeit getragene Begegnung untereinander möglich ist
- Ein biblisch ausgewogenes Bild von Gott zu vermitteln, das die Beziehung zu ihm erstrebenswert macht
- Zum eigenen und vorurteilsfreien Studium der Bibel anzuleiten
- Schüler und Studenten zu ermutigen, sich aktiv für andere Menschen einzubringen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule
- durch ehrliche und liebevolle Kommunikation den Schülern und Studenten bei der Entwicklung eines positiven Charakters zu helfen
- das intellektuelle und charakterliche Potential des Einzelnen zu erkennen und durch mentale Anreize (Unterricht, Themenbehandlung in Aulastunden, etc.) und durch das persönliche Gespräch zu fördern
- die Schüler und Studenten zu lehren, körperliche Betätigung, sei es durch gesunde Erholung oder konstruktive Arbeit, positiv zu bewerten und selber zu praktizieren
- Schüler und Studenten anzuleiten, mit ihrer Freizeit kreativ umzugehen
- die Schüler und Studenten zu ermutigen, sich mit einem gesundheitsfördernden Lebensstil vertraut zu machen und Ausgewogenheit und Mäßigkeit in allen Bereichen des Lebens zu üben, nach dem Grundsatz: Das Gute mäßig genießen, das Schlechte meiden.
